Europäischer Ur-Kultur-Schlüssel


 

Was sie hier vorfinden, konnten wir im ganzen Internet nicht ausfindig machen. Ich nenne es den Ur-Kultur-Schlüssel. Er zeigt die gesamte europäische Ur-Kulturlandschaft in einer grafischen Übersicht und offenbart, warum derartige Auswertung möglicherweise vermieden werden.

Die Menschen der Stein- und Bronzezeit lebten laut diesen, zum größten Teil bei Wikipedia befindlichen, Daten zur gleichen Zeit am gleichen Ort und verzierten ihre Keramik mit gleichen Mustern. Sie bauten sogar die gleichen Gebäude - in ganz Europa.

Alle Daten überschneiden sich in Zeit, Form und Raum

oder liegen bei nur 20% der "Kulturen" in direkter Nachbarschaft. Wer zur gleichen Zeit auf gleichem Raum lebt kann doch nicht unterschiedlichen Kulturen angehören?! 

(Einzig die Schnurkeramik und die Megalithkultur, scheinen zeitlich etwas aus der Reihe zu rücken. Aber wir wissen von etlichen Bestimmungen, die seit Begin der Archäologie mehrfach zeitlich korregiert wurden.)

Woher stammen also die vielen unterschiedlichen Kulturen, die anscheinend nie in enger Verbindung zueinander standen?

Die Keramiken der einzelnen Kulturen auseinanderzuhalten scheint in ihrer gefundenen Vielfalt schier unmöglich und bedarf großer Fachkenntnis, denn meist sind die Gefäße nur an Kleinigkeiten zu unterscheiden. Wir finden innerhalb einer bezeichneten Kultur derartig grobe Unterschiede in Form und Zierde, daß die scheinbar unterschiedlichen Kulturen kaum auseinanderzuhalten sind. Beim Studium der Keramiken in Form und Zierde, kommt dem Forscher unweigerlich die Frage, „ob man bei ihrer Benennung zusammengehörige Töpfe und Schüsseln derart fehlinterpretierte, daß man sie nur auf Grund ihrer unterschiedlichen Form verschiedenen Kulturen zuordnete.“ Ein grober Fehler, der durchaus denkbar wäre. Vielleicht sollte man die vor 150 Jahren von Friedrich Klopfleisch etablierte Bestimmung noch einmal überdenken, zumal geografische Überschneidungen der einzelnen Kulturen weitere Zweifel aufkommen lassen und darauf hindeuten, daß wir eine einzelne große europäische Kultur vor Augen haben. Betrachtet man zusätzlich die offiziellen Datierungen der Kulturen in Verbindung zueinander, offenbart sich eine erstaunlich saubere Linie, die sich weniger an steter Entwicklung, als viel mehr an gefestigter Tradition orientiert. Gerade auch die Siedlungs- und Architekturfunde deuten (ähnlich wie die Keramik) auf eine große Epoche der handwerklichen Stabilität. Die handwerklichen Unterschiede scheinen viel eher „regional-kreativer Art“, als „kulturell unterschiedlicher Art“ zu sein.

Alles deutet auf eine große europäische Ur-Kultur - überschneident in Zeit, Raum und Form. TvL

 

 

 

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